Letzlich ist ein “Atom” oder ein “Nukleon” auch nur ein
mathematisches Modell, das dazu dient, wahrnehmbare Beobachtungen zu
beschreiben und Vorhersagen zu machen. Wir können letzten Endes
niemals beweisen, ob es wirklich eine “objektive” Realität gibt oder
nicht, wir können nur Theorien aufstellen und auf Fehler abklopfen,
um die Grenzen der Gültigkeit von Voraussagen aufgrund dieser
Theorien abzustecken - und dann neue Theorien ausarbeiten, die über
den bereits abgesteckten Bereich hinaus Voraussagen ermöglichen.
Selbst Dinge wie “Materie” oder “Energie” sind nicht objektiv “real”.
Sie sind nur Beschreibungen von Phänomenen, die wir beobachten
können. Welche Phänomene wir in welcher Form wahrnehmen können, ist
durch die Beschaffenheit unserer Sinnesorgane und Nervensysteme
festgelegt, durch unsere Körper und unseren Verstand. Wenn wir einen
Einblick in Vorgänge haben wollen, für die die Evolution uns keine
Sinnesorgane mitgegeben hat, müssen wir Instrumente bauen, in denen
durch diese nichtbeobachtbaren Vorgänge andere Vorgänge ausgelöst
werden, die wir eben doch wieder wahrnehmen können - etwa Zahlen auf
einen Skala, über der eine Nadel ausschlägt, Farben auf einem
Monitor, Töne aus einem Lautsprecher.
Das ändert nichts daran, daß wir nur Geister sind, die im Inneren
eines Körpers aus Materie stecken, wobei “Geist” und
“Materie/Energie”, “Raum/Zeit” auch nur menschliche Begriffe für die
Art und Weise sind, wie bestimmte Phänomene auf uns einwirken. Wir
können nur vermuten, daß es irgendeine tiefere Realität geben muß,
von der “Geist” und “Materie” nur Epiphänomene sind.
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