> > *Hüstel* Wie sollen Speicher denn so aussehen?
>
> adiabate CAES-Speicher waeren eine Moeglichkeit.
Und der gleiche meint, man braeuchte kein Schattenkraftwerke? Und
dann schlaegt er vor Schattenkraftwerke zu bauen?
> Wenn die AKW
> nicht mehr die Pumpspeicher nachts mit ihrer Ueberproduktion
> zumuellen, werden gut 4GW Kapazitaet frei.
GW bezeichnet keine Kapazitaet. Also entweder man koennte 4 GW an
Pumpspeicher liefern (wie lange?), oder man koennte 4GWh speichern
(was nicht viel waere).
Abgesehen davon liefern KKW an Pumpspeicher nur deswegen, weil KKWs
billig Strom liefern und es sich daher rentiert diese zu speichern
(um die Energie wieder mit Gewinn verkaufen zu koennen). Man koennte
(die meisten) KKWs durchaus nachts runterregeln, die Einspeisung in
Pumpspeicher ist aber meist guenstiger.
> Das kommt auf die WEA bzw. Windparks und ihre Auslegung an.
> Aktuelle WEA koennen sehr wohl in Hochspannungsnetze einspeisen.
Wenn sie nur gross genug sind, zahlt sich das aus.
> > Zahlst Du den Großtrafo, um das auf 380 kV zu übertragen? Ansonsten
> > bleibt der Strom nämlich im 50 bis 100 km-Radius und sollte dort
> > lokal verbraucht werden.
>
> Auch da ist er Teil des Lastfahrplans der UeNB. Der grosse Vorteil
> der Windenergie ist ihre Robustheit und Planbarkeit. Da man mit
> ziemlich grosser Genauigkeit das Windstromangebot der naechsten
> 24-72 Stunden (92-96%) und noch groesserer das der naechsten
> ein bis zwei Stunden (<98%) kennt, kann man die regionale Erzeugung
> darauf einstellen. Das unterscheidet Windstromproduktion von
> thermischen Grosskraftwerken, bei denen 700MW bei Kohle oder gar
> ueber 1,4GW bei AKW auf einen Schlag ungeplant wegbrechen koennen.
Dafuer fallen nicht (fast) alle KKW gleichzeitig aus, was bei Wind
oefter der Fall ist. D.h. man muss fuer KKW, Kohle, … gerade mal
1-2 Kraftwerke dieser Groesse im Hintergrund bereitstehen haben,
waehrend man bei Windkraft einen (wenn auch vorausgesagten) Ausfall
von 92-94% der gesamten installierten Leistung abfangen koennen muss
(siehe DENA-Netzstudie).
Abgesehen davon kann ein ganzer Windpark auch unvermittelt auf einmal
wegbrechen, wenn es z.B. einen Kurzschluss im Einspeisepunkt gibt.
> Es ist voellig normal im Netzbetrieb, einige hundert MW zu- und
> wegzuschalten, die Last schwankt im Tagesgang um etliche zehn
> Gigawatt und hat das schon immer getan. Hektisch sind die schnellen
> ungeplanten Lastwechsel.
Die sind zwar hektisch, aber bei Ausfaellen von konventionellen
Kraftwerken selten und auf die Kraftwerksleistung beschraenkt (d.h.
die brechen nicht bundesweit grossteils weg).
> Und die verursachen eben nicht die WEA.
Die WKA-Schwankungen sind zwar etwas weniger “hektisch”, aber dafuer
teurer, da wesentlich oefter wesentlich mehr wegbricht.
> > Weil kein Stromerzeuger so ein Kraftwerk seinen Kunden verkaufen
> > könnte? ..
> > Also wirst Du auch kein Kraftwerk finden, wo aussen
> > “SCHATTENKRAFTWERK” dransteht. Logisch, oder?
>
> Anders gesagt, Du hast gefaselt. Danke fuer die Bestaetigung.
Ich denke eher Sie haben das mit den Schattenkraftwerken nicht ganz
verstanden.
> > Ich erzähl Dir jetzt mal ein Beispiel. .. [ Anekdote ]
>
> Na und? Wenn sich Investoren verhauen haben, ist es ihr Problem.
Ach? Wenn man einen Windpark in den Sand setzt, dann baut man halt
einen Neuen. Und wenn das auch wieder schief geht, dann redet man die
Windkraft noch ein paar Jahre schoen und schon findet man wieder ein
paar Dumme die Geld investieren …
Oder was wollten Sie damit sagen? :-))
> Bezahlt wird die Einspeiseverguetung,
Die per Gesetz hoeher ist als bei anderen Stromproduzenten und der
Netzbetreiber den Strom nehmen muss, egal ob er ihn brauchen kann
oder nicht.
> anders als bei den AKW, die
> auf den letzten Pfennig von den Stromkunden bezahlt wurden, auch
> solche, die nie eine KWh produziert haben.
Furchtbar. Da muss doch tatsaechlich der Stromkunde den Strom
bezahlen. Fuer jemanden der es gewohnt ist, dass ihm das Sozialamt
alles zahlt waere das natuerlich ein Horrorszenario.
> > Wieso soll der Windstrompreis eigentlich fallen?
>
> Weil das im EEG steht. Lesen bildet.
Im EEG steht lediglich, dass fuer Strom aus Windenergie derzeit mehr
bezahlt werden muss (bei gleichzeitig geringerer Stromqualitaet). Und
was das “Fallen” betrifft, so ist lediglich festgeschrieben, dass die
Windenergie irgendwann nicht mehr subventioniert werden wird (sofern
das EEG nicht verlaengert wird).
> Obendrein, weil die
> Turbinen effizienter werden und die Serienproduktion von
> WEA Skaleneffekte bringt. Mittlerweile wird weltweit fast
> soviel WEA-Kapazitaet jedes Jahr gebaut, wie in Deutschland
> steht, mit steigender Tendenz.
Seit 2003 ist der Zuwachs an Windenergie in D am sinken, selbiges
gilt fuer die Anzahl an WKA.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Statistik_Windenergie_Deutschland.p
ng
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