> …legen länger?
>
> In meiner IT-Frühzeit, wusste man noch, dass es verschiedene
> Datenbankparadigmen gibt: Netzwerk-BDs, hierarchische und
> relationale. Letztere haben dabei den großen Nachteil, dass sie (a)
> keine Strukturinformationen in der datenbank haben (heute nicht mehr
> ganz richtig)
Seit eh und je ist ein Katalog Bestandteil einer relationalen
Datenbank, und der enthält alle Strukturinformationen.
> und dass (b) die Verknüpfung der Daten zur Laufzeit
> sehr aufwändig ist.
>
Das trifft zwar auf die derzeitigen Implementierungen zu, ist aber
kein Problem des relationalen Modells. Nichts hindert ein RDBMS
daran, Sätze in Tabellen, die oft gejoint werden, intern mit
Datenbank-Pointern zu verknüpfen.
Auch kann ein RDBMS eine interne Denormalisierung durchführen.
Leider können die heutigen DBMS das nicht. Die Folge ist, dass man
beim Datenbankdesign der Performance wegen eine Denormalisierung
macht und sich damit dann Probleme mit der Datenintegrität
einhandelt.
> Für viele Anwendungen sind RDBMS nicht geeignet, da sie jedoch gut
> auf die “klassischen” Datenbankanwendungen passen, haben sie sich so
> weit durchgesetzt, dass heute jeder mit “Datenbak” “relationale
> Datenbank” meint. Bei der Persistenz von Objekt- und XML-Strukturen
> kommen aber alte Bekannte wieder zum Vorschein: ein OODBMS ist
> nämlich nichts weiter, als eine Netwerk-DB mit speziellen
> Mapping-Mechanismen, eine XML-DB ist eine hierarchiche DB.
>
Was sich zur Zeit abspielt, ist schon ziemlich verrückt:
Der so ziemlich einzige Vorteil von XML (wenn es um Daten und nicht
um Dokumente geht) ist, dass es ein Format ist, auf das sich die
verschiedenen Hersteller einigen konnten.
Weil nun Daten im - wie zu Recht bemerkt - hierarchischen XML-Format
ausgetauscht werden, sollen sie nun plötzlich wieder hierarchisch
gespeichert werden und wir sind was Datenmodelle betrifft wieder in
den 50ern angelangt.
Da aber das hierarchische Modell schon früher nicht vernünftig
funktioniert hat, wird den XML-Datenbanken nach meiner Einschätzung
auch kein Erfolg beschieden sein. Allen Daten eine Hierarchie
überzustülpen und die übrigen Beziehungen mit Refernzen auszudrücken
ist nun mal kein brauchbarer Ansatz zur Datenmodellierung.
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