> Das relationale Datenmodell ist IMHO wesentlich flexibler,
Das stimmt. Man kann damit alles abbilden (man kann übrigens auch
jedes Programm rekursiv implementiern).
> effizienter
Hast Du jemals darüber nachgedacht, was z.B. bei einem Join passiert?
Etwas ineffizienteres, als relationale Datenbankzugriffe gibt es gar
nicht. Die Hersteller der RDBMS stecken einigen Aufwand in
Optimierungen, damit die Sache erträglich wird.
> und näher dran an real-world-Daten.
Wohl kaum. Die “Real-World” ist objektorientiert, und
objektorientierte Strukturen lassen sich nicht vernünftig in
relationalen Datenbanken speichern.
> Hierarchische DBs
> sind sei ein paar Jahrzehnten out.
hierarchische Datenhaltung ist nach wie vor sehr üblich
(->Dateisystem). Nur weil es kaum explizite hierarchische DBMS gibt,
bedeutet das nicht, dass die entsprechenden Mechanismen nicht mehr
eingesetzt werden.
Mit dem XML-Hype (für dessen Sinn ich nicht unbedingt plädieren will)
kommen sie vielleicht zurück.
> XML ist was für Datenaustausch, als Speicherformat ist es eher
> ungeeignet.
Das ist ein wenig Paradox, denn das Speichern von Daten in einer
Datenbank besteht zu einem wesentlichen Teil aus dem Datenaustausch
zwische DBMS und Anwendung. Wenn sich XML für diesen Austausch eignet
(was Du ja behauptest), warum sollten die Daten vor der Speicherung
noch einmal umgeformt werden?
Abgesehen davon scheinen viele Leute zu meinen, dass XML-Datenbanken
intern ein XML-ASCII-Format benutzen. Ich gehe eigentlich davon aus,
dass sie irgendwelche Strukturen benutzen, die logisch dem XML-Format
entsprechen.
M.Z.H.
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