Skyline of Richmond, Virginia

Re: Beleg? - Speicher sollen Strom billiger machen

09.27.08

>Ja, es kostet viel Energie, die man bezahlen muss.
>Aber du hast einen exzellenten Wirkungsgrad!
70% nennst Du exzellent? Und das ist nur die Erzeugung. Dann gibt es
noch den Wirkungsgrad beim Speichern und den beim Verwerten.
>Beim Verbrennen von H2
>wird fast genau gleich viel Energie frei, wie es bei der Herstellung
>bedurfte.
Ja, aber Du kannst nur einen Bruchteil nutzen. Auch wieder 60-80%
Prozent.
>Es ist ein guter energiespeicher.
Im Gegenteil, ein extrem schlechter. Weil man es nicht speichern
kann. Du kannst Wasserstoff
a) in Flaschen pressen, dann haut er Dir direkt durch den Stahl
hindurch einfach ab, innerhalb von ein paar Wochen, was den
Wirkungsgrad nivelliert.
b) tiefkalt machen, was den Wirkungsgrad fast ins Bodenlose fallen
läßt
c) ihn in Metallhydridspeichern binden. Die sind in Fahrzeugen aber
Overkill, weil ein riesiges Gewicht im Prinzip nutzlos permanent
mitbeschleunigt werden muss, was wiederum den Wirkungsgrad…
>Könntest du bitte deine Behauptung der Kosten mit einem Link
belegen?
Ich habe (hier) grade keine Kostenrechnung an der Hand, aber allein
die permanent auszutauschenden Platin-Elektroden sprechen eine
deutliche Sprache.
Reicht Dir die Tatsache, dass praktisch niemand Wasserstoff durch
Elektrolyse herstellt?
http://www.ase.org/images/lib/transportation/Alliance_Transportation_
Handbook.pdf
95% Marktanteil für das Steam-Reforming-Verfahren, d.h. alle anderen
Verfahren _zusammen_ (Elektrolyse ist nur eine der Alternativen)
haben gerade mal 5 Prozent, sind also de fakto nicht existent.
Entsprechende Dokus findest Du auch z.B. bei Linde.

Re: Subventionen - Speicher sollen Strom billiger machen

09.27.08

> Dagegen ist die maximale Einsatz- Bzw. Tauchzeit eines U212 doch sehr
> kurz.
Die offiziell angegebene Tauchdauer sind 6 Wochen. Bei der
Geheimniskrämerei rund um Uboote und Tauchtiefen wird es wohl etwas
länger sein. Und das jetzt mit der ersten Generation. Und bei den 6
Wochen kommst du dann auch schon sehr zum Faktor Mensch. Der
Brennstoffantrieb hat also zeitlich schon jetzt ganz schön aufgeholt
und ist in einem Bereich der wegen des menschlichen Faktor auch nicht
bei atomaren Ubooten überschritten wird. Aber taktisch hat der
Brennstoffantrieb einen großen Vorteil bei der Detektion - er ist
sehr viel Kälter als ein Kernreaktor und das Uboot bekommt nicht die
relativ große Wärmeschleppe von atomaren Ubooten. Auch wird der
Kernreaktor ja aktiv mit Wasser gekühlt, was auch zu stärkerer
Lärmerzeugung verbunden ist. Beim Brennstoffantrieb ist ja quasi nur
die Welle und Schraube deine mechanisch bewegten Teile - während du
deinen Kernreaktor auch bei Maschinenstillstand aktiv kühlen mußt.
Auch mußt du aus Abschirmungsgründen auch nicht ganz frei bei der
Materialwahl wärend die Brennstoffzellenuboote gößtenteils auf Carbon
und demagnetisierten Stahl arbeiten können.