dass in einem Berliner Kraftwerk große rotierende Massen in Schwung gehalten werden, um mit der gespeicherten Rotationsenergie bei Stromausfällen oder als Spitzenlastabdeckung für eine gewisse (kurze) Zeit Strom erzeugen zu können. Es gab/gibt? Notstromgeneratoren, die über ständig laufende Schwungscheiben (statt E-Anlasser) angeworfen werden, aber dabei reden wir von kW, nicht MW. So ist es. Auf dem Torfhaus und in Berlin, wo weiß ich nicht, standen ja die Türme für die Richtfunkverbindung Berlin - BRD. Die Notstromgeneratoren besaßen jeder eine große Schwungscheibe, die soviel Energieinhalt hatte, daß sie den Generator im Bedarfsfall innerhalb eines Telegrafenschritts auf Nenndrehzahl hochreißen konnte. (1 Telegrafenschritt = 20 ms) Die auftretenden Kräfte kann sich der geneigte Leser vorstellen, aber sie wurden beherrscht. Über die Leistung der Notstromgeneratoren weiß ich nichts, ich kann mir aber vorstellen, daß sie mehrere hundert kW betrug. Interessant war an dieser Richtfunkverbindung auch eine andere technische Besonderheit. Da die Gegenstelle unter dem elektrischen Horizont lag (Überhorizont-Verbindung) waren ungestörte Verbindungen schwierig. Deshalb wurde die Richtfunkverbindung in jeder Richtung doppelt ausgelegt und immer auf das gerade bessere Antennensignal umgeschaltet. (Diversity-Empfang, kennt heute jeder von seiner WLAN-Station mit den zwei Antennen.) Wer damals mal mit Berlin telefoniert hat, der konnte sich bestimmt nicht über schlechte Verbindungen beklagen.
Unter DOS war das ja gerade mal so noch erträglich (auch wenn da schon die Bootzeiten eine Zumutung waren), aber als dann Windows kam, stellte sich JEDESMAL, dass das ganze Diskless-Geraffel, sobald mehr als nur eine Handvoll Laute gleichzeitig daran arbeitet, performancemäßig einfach nur FÜR DEN ARSCH ist, und das obwohl die jeweils schnellste zum jeweiligen Zeitpunkt für den Massenmarkt verfügbare Netzwerktechnik zum Einsatz kam. Ich habe damit auch mal eine Zeit mit herumexperimenttiert. Ich habe einfach einen normalen PC genommen und die Festplatte abgeklemmt. Unter Linux läuft das schon in ganz erträglichen Rahmen, aber unter M$ Windows lief es einfach nicht zufriedendstellend schnell. Die einzige Alternative war, dass ich dann praktisch alles über eine Ramdisk mache, was natürlich auch ganz schon lange dauerte, bis das ganze erst einmal herüber geschaufelt wurde. Das ging aber, als sich der Rechner automatisch eine Stunde vorher eingeschaltet hat. Dann lief die Kiste auch wie Tier. Aber das war ja eigentlich nicht die Idee der Sache, relativ billigen Festplattenspeicher durch Ramspeicher zu erstetzen. *Schulterzuck* Also bleibe ich bei Linux und benutze halt M$ Windows nicht zum arbeiten, sondern nur zum spielen. Ist dies aber Energiemanagement?